3. Ziele & Nicht-Ziele¶
Ziele¶
Die folgenden Ziele definieren den Erfolg dieser Initiative. Sie sind bewusst messbar formuliert, um als Grundlage für Abnahmekriterien und Phasenbewertungen zu dienen.
Architektonische Ziele¶
- Aufbau einer einheitlichen, cloud-nativen Speicher- und Verarbeitungsplattform für alle organisationsrelevanten Geodatenbestände
- Etablierung eines verbindlichen Zonenmodells (Landing → Processed → Curated) mit definierten Übergabeverträgen zwischen den Schichten
- Einführung eines einheitlichen Koordinatenreferenzsystems als organisationsweiten Standard, durchgesetzt an den Zonengrenzen der Pipeline
- Implementierung eines räumlich-zeitlichen Datenkatalogs, der alle Datensätze auffindbar, beschreibbar und abonnierbar macht
Operative Ziele¶
- Konsolidierung der Geodaten aus den primären Anwendungsdomänen (Fernerkundung, operative Planung, Logistik & Lieferkette, Gelände & Umwelt, Forschung & Modellierung) unter einer gemeinsamen Plattform
- Reduktion manueller Datenaufbereitungsaufwände um mindestens [X %] innerhalb der ersten zwölf Monate nach Produktivbetrieb
- Bereitstellung nachvollziehbarer, versionierter und wiederholbarer Analyseprodukte für alle angebundenen Konsumententeams
- Schaffung der technischen Voraussetzungen für KI/ML-gestützte Auswerteverfahren auf Geodaten
Governance-Ziele¶
- Definition klarer Dateneigentümerschaft für jeden Datensatz und jede Domäne
- Einführung verbindlicher Qualitätsstandards und Metadatenanforderungen als Voraussetzung für die Aufnahme in die Plattform
- Lückenlose Nachvollziehbarkeit der Datenherkunft und Verarbeitungshistorie für alle produktiven Datenpipelines
Nicht-Ziele¶
Diese Punkte sind bewusst aus dem Scope ausgeschlossen. Sie werden hier explizit benannt, um Erwartungen zu steuern und Scope Creep frühzeitig zu verhindern.
Der Spatial Data Lake ist kein Echtzeit-Streaming-System. Die Plattform ist auf analytische und planerische Workloads ausgelegt. Echtzeit-Datenströme mit Latenzen unter 100 ms (z. B. Live-Sensorströme) sind kein Ziel dieser Initiative und erfordern eine gesonderte Architektur.
Die Plattform ersetzt keine bestehenden GIS- oder Fachsysteme. Bestehende Systeme bleiben in ihrer Funktion unberührt. Der Data Lake ergänzt sie als analytische Schicht — er löst sie nicht ab und greift nicht in ihre Prozesse ein.
Visualisierung und Kartendarstellung sind kein Bestandteil dieser Initiative. Der Data Lake liefert Daten und Schnittstellen. Die Entwicklung von GIS-Clients, Kartenanwendungen oder Dashboards liegt außerhalb des Scopes und obliegt den jeweiligen Konsumententeams oder nachgelagerten Projekten.
Die Plattform übernimmt keine Verantwortung für die Qualität von Quelldaten. Qualitätssicherung beginnt an der Grenze zwischen Landing Zone und Processed Zone. Für die inhaltliche Korrektheit von Daten, die von Quellsystemen geliefert werden, tragen die jeweiligen Datenlieferanten die Verantwortung.
Migration historischer Altdatenbestände ist nicht Teil von Phase 1 und 2. Die Überführung bestehender Datenarchive in die neue Plattform wird als separates Vorhaben betrachtet und ist nicht Bestandteil des initialen Lieferumfangs.
Der Betrieb stark klassifizierter Daten ist nicht Gegenstand dieser Initiative. Anforderungen an den Betrieb von Daten höherer Vertraulichkeitsstufen erfordern gesonderte Sicherheitsarchitektur, Compliance-Audits und Infrastruktur und werden in einem separaten Vorhaben adressiert.